Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand 06/2016

1.Geltung


(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen, nachfolgend „AGB“, gelten für Verträge der iYoung Speed GmbH, nachfolgend „IYOUNG“, und ihrer Kunden über Transportleistungen ("Sendungen") einschließlich Zusatz- und Nebenleistungen.
(2) Soweit durch zwingende gesetzliche Vorschriften, schriftliche Einzelvereinbarungen, ausdrücklich genannte spezielle Bedingungen und diese AGB nichts anderes bestimmt ist, finden die Vorschriften der §§ 407 ff. HGB über den Frachtvertrag Anwendung. Entgegenstehenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Kunden wird hiermit ausdrücklich widersprochen.

2. Vertragsverhältnis - Begründung und Ausschlüsse


(1) Kunden von IYOUNG können sich auf der Webseite von IYOUNG mit allen dort geforderten Daten wahrheitsgemäß registrieren. Die Daten werden elektronisch gespeichert und verarbeitet.
(2) Der Vermittlungsvertrag kommt erst durch Übersendung einer Bestätigungsmail durch IYOUNG auf der Grundlage dieser AGB zustande.
(3) IYOUNG schließt keinen Vertrag über die Vermittlung der Beförderung von Verbotsgut. Was Verbotsgüter sind, ergibt sich aus dem auf der Website von IYOUNG abrufbaren Zusatzdokument "Verbotsgüter".
(4) Erlangt IYOUNG oder der Dienstleister erst nach Vertragsschluss Kenntnis davon, dass die Sendung Verbotsgut enthält, oder verweigert der Kunden auf Verlangen von IYOUNG, ist IYOUNG ohne weiteres zum Rücktritt vom Vertrag berechtigt. Das Recht von IYOUNG zur Anfechtung des Vertrags wird hiervon nicht berührt.
(5) Entspricht eine Sendung hinsichtlich ihrer Beschaffenheit (Größe, Format, Gewicht, Inhalt usw.) oder der Dienstleister die Annahme der Sendung verweigern oder eine bereits übergebene/übernommene Sendung zurückgeben oder zur Abholung bereithalten oder diese ohne Benachrichtigung des Kunden auf eine andere als die gebuchte Weise befördern und ein entsprechendes Nachentgelt entsprechend § 4 Abs. 4 erheben. Entsprechendes gilt, wenn bei Verdacht auf Verbotsgut oder auf sonstige Vertragsverstöße der Kunden auf Verlangen von IYOUNG oder des Dienstleisters Angaben dazu verweigert.
(6) IYOUNG ist nicht zur Prüfung von Beförderungsausschlüssen gem. Abs. 3 verpflichtet. IYOUNG und der Dienstleister sind jedoch bei Verdacht auf solche Ausschlüsse zur Öffnung und Überprüfung der Sendung berechtigt. Der Kunde kann selbst dann keine Rechte hinsichtlich eines etwaigen Vertragsschlusses, der Behandlung, des geschuldeten Entgelts, der Haftung usw. aus der unbeanstandeten Annahme und Beförderung seiner Sendung herleiten, wenn er diese mit einem Kennzeichen versieht, das auf eine unter die Abs. 3 fallende Beschaffenheit verweist oder wenn er in sonstiger Weise auf Verbotsgüter hinweist.

3. Rechte, Pflichten und Obliegenheiten des Kunden


(1) Der Kunde hat keinen Anspruch auf Beachtung von an IYOUNG gerichteten Weisungen, mit der Sendung in besonderer Weise zu verfahren.
(2) Eine Kündigung durch den Kunden nach Übergang der Sendung in die Obhut des Dienstleisters ist ausgeschlossen. Erfolgt die Kündigung zu einem früheren Zeitpunkt, ohne dass die Kündigung von IYOUNG oder dem Dienstleister zu vertreten ist, kann IYOUNG gewerblichen Kunden eine angemessene Stornogebühr in Rechnung stellen. Privatkunden stellt IYOUNG ausschließlich diejenigen Kosten (z.B. Stornogebühren der Zahlungsanbieter) in Rechnung, die bei IYOUNG tatsächlich anfallen.
(3) Der Kunde hat die Sendungen ausreichend zu kennzeichnen, wobei die äußere Verpackung keinen Rückschluss auf den Wert des Gutes zulassen darf. Er hat sie so zu verpacken, dass sie vor Verlust und Beschädigung geschützt sind und dass auch Dritten keine Schäden entstehen.
(4) Der Kunde ist verpflichtet, beim Empfang der Sendung festgestellte Transportschäden IYOUNG unverzüglich anzuzeigen.
(5) Bei internationalen Sendungen hat der Kunde die Aus- und Einfuhrbestimmungen sowie die Zollvorschriften des Abgangs-, Durchgangs- und Bestimmungslandes einzuhalten. Der Kunde hat die erforderlichen Begleitpapiere (Zollinhaltserklärung, Ausfuhrgenehmigungen, usw.) vollständig und wahrheitsgemäß auszufüllen und dem Paket beizufügen. IYOUNG übernimmt keine Haftung für die Höhe von Einfuhrzöllen und -gebühren im Empfängerland. Das gleiche gilt für Ausfuhrzölle und -gebühren im Abgangsland.
(6) Der Kunde trägt die alleinige Verantwortung und das Risiko für alle Folgen, die aus einem - auch nach anderen Bestimmungen als diesen AGB - unzulässigen Güterversand resultieren.

4. Entgelt, Erstattung


(1) Die Höhe des für die Leistungen von IYOUNG vom Kunden zu entrichtenden Entgelts richtet sich nach der jeweils gültigen, auf der Seite von IYOUNG Preisliste.
(2) Zur Bezahlung nutzt der Kunde den Online-Bezahldienst, welchen IYOUNG auf seinen Internetseiten anbietet. Es stehen folgende Bezahlarten zur Verfügung: Vorauskasse, PayPal, Alipay, sowie Lastschrift. Nimmt der Kunde am Lastschrifteinzugsverfahren teil und wird eine von IYOUNG eingereichte Lastschrift, z.B. durch unzureichendes Guthaben zurückgegeben, ist IYOUNG berechtigt, neben den dadurch entstehenden Bankgebühren für jede zurückgegebene Lastschrift eine Mehraufwandsentschädigung von 10,00 EUR zzgl. gesetzlicher MwSt. zu erheben. IYOUNG ist in diesem im Falle zur fristlosen Kündigung von sämtlichen mit dem Kunden bestehenden Verträgen berechtigt.
(3) Bereits geleistete Zahlungen für nicht benutzte oder fehlerhaft gedruckte Paketscheine werden nur nach Mitteilung von Auftrags- und Paketnummer mit vollständiger Empfängeranschrift mittels eMail an IYOUNG, erstattet. Das Erstattungsverlangen muss spätestens an dem der Auftragserteilung folgenden Arbeitstag bei IYOUNG angemeldet werden.
(4) Macht der Kunde über das Transportgut falsche Angaben (Maße, Gewicht, Beschaffenheit oder Inhalt) ist er verpflichtet, IYOUNG tatsächlich entstehende Mehrkosten (entsprechend Nachweis) zuzüglich einer Mehraufwandsentschädigung von 20,00 EUR zu bezahlen.

5. Leistungen von IYOUNG


(1) Nach Auftragserteilung benachrichtigt IYOUNG den Kunden per eMail unter Mitteilung des Dienstleisters. Der Kunde und der Empfänger haben die Möglichkeit, mit der Auftrags- oder Paketnummer den Laufweg der Sendung auf den Internetseiten des Dienstleisters zu verfolgen. Das nähere hierzu ergibt sich aus dem auf der Website https://iyoungspeed.com.
(2) Die Einhaltung einer bestimmten Lieferfrist ist nicht geschuldet, soweit nicht die Leistungsbeschreibungen einzelner Produkte (z. B. beim Express Versand) etwas anderes besagen.
(3) Bei dem Paketschein überlässt IYOUNG dem Kunden über die Internetseiten von IYOUNG online erstellte und gedruckte Paketscheine. Darüber hinausgehende Leistungsansprüche gegen IYOUNG bestehen nicht. Der Kunde ist nicht zur Weiterveräußerung der Paketscheine oder zur Abtretung von Rechten aus dem zusammenhängenden Transportvertrag berechtigt.
(4) Bei dem PaketAbholung wird die Sendung durch den Dienstleister beim Kunden abgeholt. Ist der Kunde beim Abholversuch nicht anzutreffen, gilt dieser als ausgeführt. Hierfür sind ausschließlich die Daten des Dienstleisters maßgebend. Der Kunde hat keinen Anspruch auf eine zweite kostenfreie Abholung. Er hat jedoch die Möglichkeit, über IYOUNG eine zweite kostenpflichtige Abholung zu buchen oder die Sendung mit dem vorliegenden Paketschein bei einer hierfür bestimmten Filiale/Agentur/Depot des Dienstleisters einzuliefern.
(5) Der Dienstleister nimmt die Ablieferung (Zustellung) unter der auf der Sendung angebrachten Anschrift durch Aushändigung gegen Empfangsbestätigung an den Empfänger, an seinen Ehegatten oder an eine Person, die schriftlich zum Empfang der Sendung bevollmächtigt ist (Empfangsbevollmächtigter/ Postempfangsbeauftragter) vor.
(6) Kann die Sendung nicht nach Absatz 5 abgeliefert werden, kann die Sendung einem Ersatzempfänger aushändigt werden. Ersatzempfänger sind Angehörige des Empfängers und des Ehegatten des Empfängers sowie andere in den Räumen oder dem Gebäude des Empfängers anwesende Personen oder Nachbarn, sofern den Umständen nach angenommen werden kann, dass sie zur Annahme der Sendungen berechtigt sind.
(7) Der Dienstleister kann zur Empfangsbestätigung elektronische Mittel einsetzen. Dem Kunden reicht diese Form der Empfangsbestätigung als Nachweis der Ablieferung aus.
(8) Der Dienstleister hält Sendungen, deren Ablieferung nach den Absätzen 5 und 6 nicht erfolgen konnte, für den Empfänger innerhalb einer Frist von sieben Werktagen (einschl. Samstage) beginnend mit dem Tag, der auf die versuchte Erstablieferung folgt, zur Abholung bereit. Dies gilt auch dann, wenn dem Dienstleister eine Ablieferung aufgrund außergewöhnlicher Umstände (z. B. entlegenes Gehöft, keine Ablieferungsvorrichtung) oder besonderer Gefahren am Ablieferungsort nicht zumutbar ist.
(9) Der Dienstleister wird unzustellbare Sendungen zum Kunden zurückbefördern, sofern dies nicht ausgeschlossen ist. Sendungen sind unzustellbar, wenn keine empfangsberechtigte Person im Sinne der Absätze 5 und 6 angetroffen wird und die Abholfrist fruchtlos verstrichen ist oder die Annahme durch den Empfänger, seinen Ehegatten oder Empfangsbevollmächtigten verweigert wird oder der Empfänger nicht ermittelt werden kann. Als Annahmeverweigerung gilt auch die Weigerung zur Zahlung des Nachnahmebetrages und die Weigerung zur Abgabe der Empfangsbestätigung.
(10) Kann eine unzustellbare Sendung nicht entsprechend der in den Absätzen 9 geregelten Weise an den Kunden zurückgegeben werden, ist der Dienstleister zur Öffnung berechtigt. Ist der Kunde oder ein sonstiger Berechtigter auch nach Öffnung nicht zu ermitteln und eine Ablieferung auf andere Weise nicht zumutbar, ist der Dienstleister nach Ablauf einer angemessen Frist zur Verwertung der Sendung nach den gesetzlichen Vorschriften berechtigt. Unverwertbares Gut oder Verbotsgut im Sinne von § 2 Abs. 3 kann der Dienstleister vor Ablauf dieser Frist vernichten. Das Recht zur sofortigen Verwertung oder Vernichtung hat der Dienstleister auch, soweit Kunde und Empfänger auf den Erhalt der Sendung z. B. durch Annahme- bzw. Rücknahmeverweigerung verzichten. Stellt der Dienstleister IYOUNG in diesen Fällen Lager- und Bearbeitungsgebühren in Rechnung, ist IYOUNG berechtigt, diese an den Kunden weiter zu berechnen. Erfolgt die Einlagerung und/oder Verwertung/Vernichtung der Güter bei IYOUNG, ist IYOUNG berechtigt, diese Leistungen dem Kunden zusätzlich in angemessener Höhe in Rechnung zu stellen.

6. Haftung


(1) Die Haftung von IYOUNG ist streng auf unmittelbare Schäden lediglich aus Verlust und auf die in diesem Artikel 6 festgelegten Haftungsgrenzen begrenzt. Die Haftung für alle anderen Arten von Schäden (z.B. entgangener Gewinn, Zinsverluste, Entgang von Einkünften und künftigen Geschäftsabschlüsse), insbesondere auch für mittelbare, höchstpersönliche oder immaterielle Schäden ist ausgeschlossen. Der Haftungsausschluss gilt auch dann, wenn IYOUNG das Risiko eines solchen Schadens oder Verlustes bereits vor oder nach Annahme der Sendung zur Kenntnis gebracht wurde.
(2) Hat der Versender keine Transportversicherung abgeschlossen, haftet IYOUNG maximal jedoch bis 100 EUR je Paket.
(3) Bei internationalen Sendungen sind Ansprüche nach Absatz 1 ausgeschlossen, wenn der Absender nicht innerhalb einer Frist von 3 Monaten, beginnend mit dem Tag der Einlieferung des Pakets, einen Nachforschungsauftrag bei IYOUNG gestellt hat.
(4) Eine internationale Sendung gilt als verloren, wenn sie nicht innerhalb von 60 Tagen nach Einlieferung an den Empfänger abgeliefert ist und ihr Verbleib nicht ermittelt werden kann. Abweichend von § 424 Abs. 3 HGB kann auch der Dienstleister eine Erstattung ihrer geleisteten Entschädigung verlangen.
(5) Alle Forderungen hinsichtlich einer Sendung können nur als einheitlicher Anspruch geltend gemacht werden; mit Regulierung dieses Anspruchs sind alle Schäden im Zusammenhang mit der Sendung abgegolten. Wenn der Absender dieser Haftungsbegrenzungen als unzureichend erachtet, muss er den Sendungswert angeben und um eine Versicherung gemäß Artikel 7 nachsuchen oder selbst für Versicherungsschutz sorgen; anderenfalls trägt der Absender alle Risiken.

7. Sendungsversicherung


IYOUNG kann für ihre Kunden eine Versicherung gegen Verlust oder Beschädigung der Sendung bis zur Höhe ihres tatsächlichen Barwertes abschließen; Voraussetzung ist, dass der Kunde das Versicherungsfeld auf der Vorderseite des Frachtbriefes ausfüllt oder die Versicherung über automatisierte Systeme von IYOUNG anfordert und dass der Kunde die jeweils anfallende Versicherungsprämie bezahlt. Folgeschäden, mittelbare Schäden sowie Verlust oder Schaden wegen Verzögerung bei der Beförderung sind von der Versicherung nicht abgedeckt.

8. Verjährung


Alle Ansprüche im Geltungsbereich dieser AGB verjähren in einem Jahr, sofern sich nicht zwingenden gesetzlichen Regelungen etwas anderes ergibt. Die Verjährung beginnt mit Ablauf des Tages, an dem die Sendung abgeliefert wurde oder hätte abgeliefert werden müssen.